Monatskarte März 2020

Hallo Tarot Interessierte,

für den kommenden Monat März habe ich die 3 der Schwerter gezogen, die immer dann auftaucht, wenn wir nicht offen sind für neue Gedanken, sondern es vorziehen, uns lieber hinter unseren alten „Erkenntnismustern“ zu verschanzen. „Das geht nicht“, „so kann es niemals sein“, „das war schon immer so – und nicht anders“ … sind Beispiele für unsere gedanklichen Argumente, wenn nicht sein kann, was unserer Ansicht nach einfach auch nicht sein darf. (Trotzdem aber natürlich sehr wohl vorhanden ist!).

In der Energie, die uns diese Karte anzeigt, sollten wir uns jedoch bereitwillig öffnen für neue Eingebungen und Ideen, die uns nun erreichen wollen. Unsere alten Einstellungen verlieren gerade in vielerlei Hinsicht ihre Gültigkeit, weil gesunde Gedanken immer auch unsere Gefühle mit beinhalten – und an die trauen wir uns aufgrund alter Erfahrungen in manchen Bereichen nicht wirklich heran. Doch diese alten Erfahrungen sollen nun neuen Erlebnissen weichen und den Platz räumen!

Die Karte sagt uns, dass wir gerade die Möglichkeit für neue Strategien und Vorhaben erhalten, diese jedoch erst dann erkennen werden, wenn wir uns nicht mehr hinter unseren alten Ansichten verstecken werden wie hinter einem Schutzwall. Wir sollen unseren bisherigen Gedankenhorizont gerade unbedingt erweitern. Er ist zu eng geworden für unsere neuen Möglichkeiten.

Die Karte trägt bei Crowley den Titel Kummer oder Trauer. Wir sind uns dieser Abwehrhaltung der Verschlossenheit im Allgemeinen nicht bewusst. Die entsprechenden Alltagserlebnisse empfinden wir dann als unangenehm – deshalb der Titel der Karte. Doch der Hintergrund unseres möglichen äußeren und auch inneren Unwohlseins ist lediglich, dass wir die Dinge auf alte Art interpretieren – eben intellektuell geschützt. Dabei ist der Ausweg aus diesem Dilemma denkbar einfach: Wenn wir lernen, Vieles einfach nur geschehen zu lassen und uns herauszuhalten, wenn wir einfach wahrnehmen, ohne sofort zu urteilen, haben wir den ersten Schritt bereits getan. Wenn wir dann auch noch erkennen, welche Chancen sich gerade für uns eröffnen, den zweiten und entscheidenden.

Die Energie der 3 Schwerter weist uns darauf hin, dass unser Kopf und das Denken unsere Wahrnehmung zu stark manipuliert. Je bewusster wir uns jedoch intellektuell herausnehmen, umso intensiver werden wir unsere Umwelt und auch uns selbst wieder spüren können. Das Herz auf dem Kartenbild bei Waite/Smith will uns zeigen, dass wir nicht nur mit dem Intellekt, sondern auch mit dem Herzen denken können. Und diese neue Möglichkeit ist es, die wir gerade erhalten. Die Frage im März lautet also: Wann übergebe ich dem Intellekt und der Vergangenheit das Ruder, anstatt mich auf mein Gespür zu verlassen? Wann gehe ich in den Kopf, anstatt Bauch und Herz in der Gegenwart zu vertrauen? Wann will ich mich und die Welt nicht wirklich fühlen? Wann interpretiere ich, anstatt einfach nur wirken zu lassen? Lediglich DA SEIN?

Die Karte rät uns, uns aus alten gedanklichen Konditionierungen zu lösen und stattdessen konsequenter dem Ruf unseres dahinter sitzenden Spürsinns zu folgen. Im Einklang dieser beiden Energien werden wir untrüglich erkennen, welche Chancen sich uns bieten und diese in neue Energie umwandeln.

Viel Spaß dabei!

Monatskarte Januar 2020

Hallo Interessierte,

im Jahr 2020 werden wir aufgefordert sein, so manche Entscheidung zu treffen, die sich wie das Stellen einer Weiche nicht nur in der Gegenwart, sondern auf die gesamte Zukunft unseres weiteren Lebensweges auswirken wird. Die Motivation für solchermaßen grundlegende Entscheidungen soll keineswegs nur unser Intellekt sein. Vielmehr ist hier in erster Hinsicht die Ausrichtung unseres Herzens angesprochen. Doch sind die meisten Menschen der Gegenwart dies nicht unbedingt gewohnt…

Ich war sehr gespannt, welche Karte ich in diesem Sinne wohl für den Januar ziehen würde und wie gut sie sich mit dieser Jahres-Vorgabe vereinbaren lässt. Tatsächlich passt die 7 der Stäbe, und um diese Karte handelt es sich für den Januar, nahtlos in die übergeordnete Energie von 2020. Die Frage, welcher Geist uns im Hintergrund leitet, wenn wir unsere alltäglichen Entscheidungen treffen, ist es durchaus wert, sich diesen Monat näher mit ihr zu befassen. Konkret lautet diese Frage: Sind meine Entscheidungen tatsächlich von Freiheit motiviert oder sind sie im Hintergrund von Gedanken des Angriffs und der Verteidigung gespeist und deshalb weniger schöpferisch.

Auf dem Waite-Bild der 7 Stäbe sehen wir einen Mann, dessen Haltung Kampfbereitschaft signalisiert. Er fühlt sich angegriffen und will seinen Platz mit aller Entschlossenheit verteidigen. Möglicherweise jedoch kommt er sich nur angegriffen vor und interpretiert seine Situation nur entsprechend. Die Frage der Karte lautet also: Nehme ich die Dinge gerne mal zu persönlich? Glaube ich öfter, persönlich angegriffen zu werden, obwohl dies im Grunde jedoch gar nicht der Fall ist?

Die kabbalistische Kurzdeutung der Karte lautet „Kämpfen um des Kämpfens Willen“. Sie lehrt uns, dass unsere Interpretation der Wirklichkeit immer nur eine von vielen Wahrnehmungsmöglichkeiten sein kann. Unsere Interpretation der Welt beruht immer nur auf früheren Erfahrungen, die wir dann auf die Gegenwart übertragen – meist unbewusst. Doch sollte jeder Mensch nachvollziehen können, dass die Welt ganz sicher mehr ist als nur das Ergebnis unserer persönlichen Erfahrungen. In so gut wie allen äußeren Situationen ist es deshalb sinnvoll, sich voll bewusst darüber zu sein, dass die allermeisten Angriffe nur in unserer Einbildung bestehen. Wenn wir uns auf diese Vorgabe konzentrieren, werden wir mit Erstaunen feststellen, dass unser Leben friedvoller sein kann als wir uns bislang vorstellen konnten. Unsere Entscheidungen werden wir dann entsprechend freier treffen.

Wenn wir unsere aktuellen Situationen diesbezüglich untersuchen, werden wir sehen, dass absolut jede Situation immer nur unserem Wachstum dienen will. In der Praxis könnten wir beispielsweise bei Meinungsverschiedenheiten versuchen, uns nicht mehr automatisch in sinnlose Diskussionen locken lassen. Anstatt unsere Energie darauf zu richten, ob wir „Recht haben“, können wir unsere eigenen Kräfte erheblich besser kennen lernen, wenn wir den anderen Standpunkt einfach mal nur so stehen lassen.

Wenn wir in diesem Sinne zentriert bleiben, werden wir im nun beginnenden Jahr unsere Kräfte effektiver nutzen und effektiver nützen als bisher. Wenn wir unsere Energie in Bewegung setzen, wird sie uns sinnvoller dienen können, als wenn wir uns angegriffen vorkommen, bzw. uns in Projektionen der Vergangenheit, auf fremden, meist eingebildeten Schlachtfeldern verlieren.

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch magische Rest-Raunächte und ein erfolgreiches und freudvolles 2020.

Euer Armin

Monatskarte Dezember 2019

Hallo Interessierte,

für den Monat Dezember habe ich als Kollektiv-Energie die 9 der Scheiben/Münzen gezogen, die uns anrät, aufmerksamer als sonst darauf zu achten, mit welchen Menschen wir uns umgeben. An Tagen wie Weihnachten gibt es natürlich gewisse „Verpflichtungen“. Oft würden wir schlichtweg fehlen, wenn wir an manchen gewohnten Zusammenkünften plötzlich nicht mehr erscheinen würden. Doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass uns manche Menschen unsere Energie rauben wollen und nicht immer können wir schon so souverän bleiben, dass uns die entsprechenden Dramen völlig cool lassen. Immer wieder werden wir auf Menschen treffen, die uns irritieren, verunsichern und uns im schlechtesten Falle tatsächlich unsere Energie absaugen.

Hier kommt der Rat der 9 Scheiben zum Tragen: Erzähle Deine Ziele und Visionen nur jenen, die Deinen Ansichten und Projekten gegenüber offen sind und deren Aufmerksamkeit für Dich förderlich ist. Wenn es schon nicht anders möglich ist, bleibe in Gegenwart Dir unangenehmer Menschen bei Dir selbst und verlier Dich nicht in unnötigen Scharmützeln. Vertraue nicht allen Menschen blind, sondern passe Dich an die äußeren Begebenheiten an. Die Gazelle geht zum Spielen nicht zum Löwenrudel, sondern spielt mit Pflanzenfressern, wenn sie ihren Spieltrieb ausleben möchte…

Tatsache ist, dass unser aktuelles Umfeld nicht nur aus Menschen besteht, die es grundsätzlich gut mit uns meinen. Manchmal spüren wir dies längst, können uns aber aufgrund der Umstände nicht mit aller Konsequenz entsprechend verhalten. Es geht darum, das rechte Maß zu finden, welche Kompromisse man eingeht und welche nicht. Oft ist es falsche Rücksicht, mangelnde Ehrlichkeit und viele andere scheinbar wichtige Gründe, die uns daran hindern, endlich umzusetzen, was wir längst erkannt haben. Für die Freizeit gilt dies ebenso wie für den Beruf, die Nachbarschaft, Interessengruppen und viele andere Treffen mit Menschen. Die Frage lautet, wie weit wir uns auf wen jeweils einlassen – oder eben nicht!

Stets sollten wir bewusst realisieren, wie es uns nach unseren Begegnungen geht. Fühle ich mich nach einem Treffen nur noch erschöpft, gereizt, ohnmächtig? Oder erhält meine Energie beim Zusammensein mit anderen Menschen Rückenwind und Förderung? Wenn wir unsere Treffen entsprechend beleuchten, werden wir sehr schnell erkennen, welche unserer Verpflichtungen wir nun hinterfragen sollten. Sind sie letztlich veraltet und belasten sie uns nur noch? Dann sollten wir uns allerdings wirklich die Frage stellen: WAS TU ICH DA ÜBERHAUPT?

Jetzt ist eine günstige Zeit, unsere Kontakte auf eine neue Ebene zu heben. In diesem Monat erhalten wir verstärkt Gelegenheiten, tatsächlich Energie auszutauschen. Mit Menschen, die nicht von Scheuklappen beschränkt, sondern achtsam sind und auch gegenteilige Meinungen akzeptieren. Dann können wir voneinander lernen und fühlen uns angeregt und leicht durch den Kontakt. Wir verfügen nach diesen Treffen über mehr Energie als vorher.

Natürlich sollten wir auch uns selbst kritisch hinterfragen, wo uns die nötige Toleranz und das Wohlwollen Anderen gegenüber noch fehlt – und uns in dieser Hinsicht verbessern…

Frohe und besinnliche Weih- und Raunächte wünsche ich Euch.

 

Monatskarte Februar 2020

Hallo Interessierte,

die Karte für den Monat Februar ist zugleich auch die kollektive Wesenskarte für das gerade angebrochene Jahr 2020, nämlich das Große Arkanum XV, Der Teufel. Deshalb habe ich den Text etwas länger gehalten als sonst:

 

Die Energie, die der Tarot als Teufel bezeichnet, ist vielen Menschen nicht unbedingt auf Anhieb willkommen, was nicht zuletzt an ihrer „religiösen“ Verfälschung liegt. Doch der Grundsatz „Was ich nicht sehen will, das gibt es auch nicht…“ wird auf Dauer niemals erfolgreich sein, weil wir alle unseren verborgenen Seiten immer wieder begegnen müssen. Wenn wir dies allerdings bereitwillig tun, werden wir große Kraft daraus gewinnen, dass wir Licht ins Dunkel unserer Schattenseiten bringen, für welche diese Karte steht. Sie rät uns, dass wir unseren wahren Charakter nicht vor anderen und insbesondere vor uns selbst verstecken sollten.

Wenn die Karte Der Teufel läuft, sind wir dazu aufgefordert, all das, was uns an uns selbst unheimlich ist, ans Licht zu holen. Der Teufel steht für die Wesenszüge an uns selbst und auch an anderen Menschen, die wir nicht länger im Dunklen ihr Dasein fristen lassen, sondern wertfrei auf uns wirken lassen sollten. Wenn wir alle Kräfte in uns und um uns akzeptieren, werden wir erkennen, dass alles – ALLES!!! – seinen höheren Sinn hat, auch wenn wir diesen mit unseren kleinen Gehirnen nicht immer auf Anhieb verstehen können. So können wir ein enormes, bislang schlummerndes Kraftpotenzial entfalten und ins Tagesbewusstsein bringen. Der kommende Monat und auch das ganze Jahr 2020 steht unter der Prämisse, dass Vieles, was bislang versteckt wurde, nun verstärkt ans Licht drängt – gut so!

Früher oder später sollte jeder Mensch auf seiner Lebensreise damit beginnen, seine Interessen über seine äußeren Werte hinaus auf ganz bestimmte innere Werte zu richten. Wer seinen Blick nach Innen richtet, wird dort die andere Seite  der Welt entdecken und, wenn er den Mut dazu hat, diese auch zunehmend entwickeln. Doch ist so gut wie jeder Mensch so erzogen, dass er seine Energie anfangs nur nach Außen richtet und nur dort seine Umstände regelt. Entsprechend dieser Ausrichtung sucht er auch den Sinn und die Werte seines Lebens ausschließlich im Äußeren. Doch ist dies tatsächlich bestenfalls die Hälfte des Lebenssinnes. Nur wer seinen Blick nach Innen, ins bislang Unbewusste richtet, kann dort die wahren und zeitlosen Werte entdecken. Er wird sogar feststellen, dass im Grunde jeder Mensch dasselbe sucht. Geborgenheit z.B., Anerkennung, Selbstwert, in einem Wort ausgedrückt die Liebe sind Werte, die man nicht kaufen kann. Und wer diese menschlichen Grundwerte nur über äußere Anstrengungen erreichen will, wird früher oder später an seine Grenzen stoßen.

Wer damit beginnt, seine innere Welt zu erforschen, wird sich dort allerdings nicht nur in einer schönen lichtvollen Welt wiederfinden und ausnahmslos seinen Stärken begegnen. Auch unsere Schwächen, unsere Verletzungen und Fehler fristen dort ihr Dasein. Jeder Mensch trägt unerlöste Eigenschaften wie etwa Wut, Gier, Kleinlichkeit oder Eifersucht mit sich herum. Und nur, wer sich mit diesen finsteren und ungeliebten menschlichen Energien auseinandersetzt, kann zur Ganzheit gelangen, indem er diese dunklen Wesenszüge transformiert und erlöst. Der Weg zur Entwicklung des wahren Selbst verlangt zwingend von uns, uns auch jenen Eigenschaften zu stellen, die man gemeinhin als teuflisch abqualifiziert und verurteilt. (Ur-Teil!). Wer seine Schattenseiten auf Dauer verdrängen will, wird sogar immer stärker von ihnen ablenken müssen. Der Aufwand und somit der Energieverlust wird immer größer werden, wenn man dem aus dem Wege gehen möchte, was zwar auch zu uns gehört, was wir aber nicht sehen wollen. Diese Energie wieder herzustellen, ist die Chance, wie wir im Februar erhalten.

Im Grunde lassen sich unsere gesamten Motivationskräfte auf zwei Urpole reduzieren, nämlich Liebe und Angst. All das, wovor wir Angst haben, finden wir im Tarot in der Karte Der Teufel symbolisiert und konzentriert.  Ein esoterisches Gesetz besagt, dass sich all das, dem wir in uns selbst nicht begegnen wollen und das wir im inneren Gefängnis des Unbewussten verstecken,  dann eben im Außen manifestiert. Dort begegnet es uns dann als äußere Umstände. Wenn unser Intellekt es besser wissen will und wir lange genug den Ruf unserer Seele verleugnen, dann müssen uns halt die äußeren Umstände darauf aufmerksam machen, welche Energien gerade ans Licht und transformiert werden wollen. (Wie Innen so Außen – wie Außen so Innen…) Kräfte wie Gier, Neid, Aggression etc. lassen sich an anderen leichter verurteilen, als sich ihnen an sich selbst zu stellen. Doch wie lange?

Im Februar werden wir wahrscheinlich vielen Möglichkeiten begegnen, die äußere Welt zu verurteilen. Doch der tiefergründige Sinn dieser äußeren Umstände ist, dass wir uns genauer als sonst ansehen sollten, was wir an Schattenseiten mit uns  herumtragen. Wenn wir unser Urteil über diese Kräfte ablegen und uns offen mit ihnen auseinandersetzen, kann aus Wut beispielsweise Vorwärtsdrang resultieren, aus Gier wird die Fähigkeit zu genießen und unsere Eifersucht kann uns zeigen, dass wir selbst es sind, die Angst vor echter Nähe haben. Unbewusste, verdrängte Anteile können so ans Licht gelangen und geheilt werden. Der Februar, dessen Abende ja immer noch kalt und dunkel sind, bietet uns die Gelegenheit, hier etwas für unser wahres Selbst zu tun.

Viel Spaß beim Transformieren