Monatskarte August 2020

Hallo Interessierte,

als weibliche Ergänzung des Scheiben Ritters habe ich für den August die Königin der Scheiben gezogen. Da uns ihre Energie nicht zum ersten Male begleitet, beschränke ich mich heute auf ihren direkten alltagsbezogenen Orientierungshinweis.

Auf der Crowley/Harris-Abbildung sehen wir eine Frau, die von ihrer erhöhten Position aus auf eine sehr trockene, dürftige Landschaft zurückblickt. Zwei maßgebliche Deutungsschlüssel zu dieser Karte sind also, dass wir gerade zurück-, und somit in unsere Vergangenheit blicken. Zum anderen können wir jetzt realisieren, dass es mehr in unserem Leben gibt als eben diese Dürftigkeit mit ihren daraus resultierenden Anstrengungen. Die können zwar durchaus Teil unserer Vergangenheit sein, in unserer Gegenwart jedoch ist dies nicht mehr die ganze Realität, denn vor der Königin ist das Land fruchtbar. Sie wird diese Fruchtbarkeit allerdings erst dann erkennen, wenn sie den Blick (von der Vergangenheit zur Zukunft hin) wendet. Aufzubrechen und das fruchtbare Land zu betreten ist eine Aufforderung der Karte. Dabei bereits jetzt die Fülle und Möglichkeiten des Lebens zu erkennen ist die aktuelle Anregung.

Die Deutung einer Karte ist nur dann ganzheitlich, wenn wir das Bild als Teil einer Bewegung erfassen. Wie auf einem Filmausschnitt sehen wir die Momentaufnahme einer bewegten Energie. Das Bild kann immer nur einen Bruchteil der mehrdimensionalen Bewegung festhalten, für welche die Karte steht. Teil dieser Bewegung ist bei der Königin die Drehung ihres Kopfes und dadurch natürlich die Erweiterung ihres Blickfeldes. Warum sollten wir also unseren Blick nicht wenden und wahrnehmen, was uns da alles angeboten wird? Fruchtbarkeit und Fülle zum Beispiel?

Viel zu oft sehen wir nur das, was uns fehlt. Nehmen nur unsere Unzulänglichkeiten und Schwächen wahr, nur das, was wir alles nicht geschafft haben. Und wie wenig denken wir in Dankbarkeit an die Fülle, die uns umgibt – und die jeder von uns in sich trägt? Wenn wir uns auf diese neue ganzheitliche Wahrnehmung einstellen, und zwar für Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen, wird dies zwangsläufig auch Auswirkungen auf unsere Zukunft haben.

Gerade in den aktuellen Zeiten höre ich so häufig von dem üblen Szenario, das auf uns zukommen wird. Klar, wenn wir dieses Szenario mit unserer Erwartung speisen, dann können wir das im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung natürlich auch in unsere grobstoffliche Welt herein verdichten. Wollen wir das? (Ich meine diese Frage durchaus ernst…)

Wenn wir jedoch neutral betrachten, was um uns herum und in uns selbst geschieht, erhalten wir die Wahl. Wenn wir unsere aktuellen Umstände einfach nur so sehen, wie sie sind, ohne sie zu bewerten, eröffnen sich neue Möglichkeiten. Die Frage im August lautet: Wo sehe ich bei mir nur die Eigenschaften und Erlebnisse, wo ich Mängel habe und scheinbar nicht gut genug bin? Wo sehe ich auch bei den anderen nur die Fehler und zu wenig die Stärken? Wie sind meine Erwartungen diesbezüglich? An mich? An andere? An die Welt? An die Zukunft?

Es ist eine sehr kraftvolle Übung, sich die Aspekte des Lebens vorzustellen, die noch nicht heil sind, um sie dann während der Meditation imaginär umzuwandeln und zu transformieren. Wir werden so zu Mitschöpfern der Vergangenheit, der Gegenwart und natürlich auch der Zukunft. Unsere Kraft ist viel stärker als die eventuellen Pläne irgendwelcher Bösewichte und Viren.

Der August lädt uns dazu ein, diese Kraft zu spüren und anzuwenden…

Armin Denner

Tarot-Beratungen

www.tarotproject.com

Monatskarte Juni 2020

Für den Monat Juli habe ich abermals eine Karte für uns gezogen, auf die ich schon seit längerem warte, nämlich den Ritter der Scheiben aus dem Crowley-Tarot. Die Hinwendung zu unserer ursprünglichen, doch in großen Teilen noch unbewussten Kraft ist die Aufforderung, die uns anhand dieser Karte übermittelt werden soll. In Zeiten der allgemeinen Verunsicherung ist dies wohl auch in der Tat der tiefere Sinn der kollektiven Aktualität.
Feuer der Erde lautet der kabbalistische Zugang zur Aussage des Ritters und wenn man sich die Kraft der Magma, dem Feuer im Inneren unserer Erde vorstellt, kann man erahnen, welches archaische Potenzial uns durch den Ritter übermittelt werden soll. Magma ist eine Kraft, die ohne großen Aufwand durchaus mal ganze Kontinente verschieben oder Gebirgsketten entstehen lassen kann. Wenn Magma unkontrolliert an die Oberfläche der Erde gelangt, geschieht dies meistens durch einen Vulkanausbruch, explosionsartig also. Beim Ziehen des Erd-Königs geht es für uns darum, unsere inneren Kräfte ans Licht zu bringen und bewusst anzuwenden. Dadurch wird bislang verborgenes Potenzial für uns und die Allgemeinheit konstruktiv sicht- und einsetzbar.
Der Schlüssel zur Deutung der Karte ist, dass der Ritter geradeaus blickt. Seine Kraft, die er in konzentrischen Wellen von seinem Schild aussendet, sammelt sich jedoch links von ihm. Links steht für das Unbewusste, das er nicht anblickt, und somit nicht wirklich wahrnimmt. Um seine Kräfte bewusst zu erkennen, muss er den Blick dorthin richten, seinen Kopf wenden. Doch noch blickt er stur geradeaus, hat sogar Denkknoten des Zweifelns am Hinterkopf, Symbol für sein Kopfkino. Mit druckvoll angerötetem Gesicht zerdenkt er lieber die Situation, anstatt sich endlich mehr zuzutrauen als gewohnt, sozusagen die Ärmel hoch zu krempeln. In seiner dunklen Rüstung wird es ihm langsam aber sicher zu eng. Hoffen wir, dass er nicht wie ein Vulkan explodieren muss, bevor er sich endlich mehr zutraut!
Der Juli wird uns Gelegenheiten zuspielen, in denen wir uns unserer Kraft bewusster werden sollen. Unser ewiges Nachdenken ist gerade kontraproduktiv. Meistens handelt es sich dabei ohnehin um äußere Situationen, die wir nicht ändern können und die sich oft auch weit weg von uns selbst ereignen. Wir denken über Leute nach, die wir gar nicht persönlich kennen, die uns aber beschäftigen, nur weil sie in den Medien präsent sind. Wesentlich sinnvoller wäre, uns im direkt erreichbaren Umfeld mehr zuzutrauen als gewöhnlich, was auch unser Leitfaden durch diesen Monat sein sollte. Erst gar keinen Druck aufkommen lassen, sondern rechtzeitig Stellung beziehen und sich entsprechend zu äußern, bevor die Lage unkontrolliert eskaliert ist die Devise. Wir können alle viel mehr, als man uns erzählt hat. Wir verfügen über unendlich mehr Kraft und Fähigkeiten, als wir uns selbst einreden. Nicht unser Licht unter den Scheffel zu stellen, sondern unsere Größe zu erkennen ist das Mantra des Scheiben Ritters.
Alleine dieses Bewusstsein wird genügen, um die Dinge in unserem Sinne zu verändern, selbst wenn wir, wie aktuell der Fall, vorher noch gar nicht wissen wie genau dies aussehen wird. Doch in jedem Fall werden unsere Umstände dann nicht so klein gedacht und auch nicht so versteckt bleiben wie gewohnt.
Ich wünsch Euch einen starken Juli im Feuer der Erde

Monatskarte Mai 2020

Hallo Interessierte,


eigentlich hatte ich in Zeiten eines unsichtbaren Phänomens, wie wir es ja gerade erleben, mit Dem Mond als Symbol für die Wehen unserer Neugeburt gerechnet. Doch die Energie, die der Tarot mir für den Monat Mai überreicht, ist Arkanum X, das Rad des Lebens oder auch Glück. Glück im Sinne des Tarot ist kein Zufallsprodukt, sondern die Folge davon, dass unser inneres Potenzial mit den Kräften der äußeren Welt gemeinsam schwingt – bewusst gemeinsam schwingt. Die Voraussetzung für diese „glückliche“ Resonanz ist allerdings, dass wir unsere eigenen tieferen Kräfte klar und wahr erkennen können. Nicht ganz einfach!

 


Die Gelegenheit zur unabgelenkten Selbstbegegnung ist der wahre Hintergrund des aktuellen „shutdown“, von dem wir gerade weltweit betroffen sind. Der Auftrag lautet: Richte den Blick zu Deinem Zentrum! Unsere hintergründige Aufgabe in der aktuellen Situation ist laut Tarot, die Zeit zu nützen und unsere inneren Sinne zu sensibilisieren – mehr als je zuvor. Es wäre kontraproduktiv, jetzt die Zeit „totzuschlagen“ oder sich mit sonstigen Mitteln und Manövern von der verordneten Langsamkeit und der damit einher gehenden Besinnung abzulenken. Es scheint das Ziel der kollektiven Zeitqualität zu sein, dass wir uns voll bewusst und konzentriert sammeln.

Doch die Karte sagt uns auch, dass wir uns in einer Vorbereitung befinden. Die Deutung des 10. Arkanums beinhaltet immer eine neuartige innere Ausrichtung, die bis zur Entdeckung der eigentlichen individuellen Lebensaufgabe reichen kann. Dies bedeutet natürlich, dass wir beizeiten auch wieder im Außen aktiv werden können. Beizeiten, weil dies dann gezielt und vor allem in Übereinstimmung mit unserem höheren Selbst passieren sollte. Die entsprechenden Gelegenheiten werden sich, wenn es an der Zeit ist, ergeben, was auch durchaus als überraschend erlebt werden kann. Doch mit der bisherigen, alten Einstellung werden unsere nächsten Schritte nicht mehr wirklich zu bewältigen sein. Kurz auf den Nenner gebracht: Unser Ego muss nun zurückweichen!

Neu ausrichten heißt beim Lebensrad als ersten Schritt immer, unsere innere Uhr wieder intensiver wahrzunehmen. Die eigene Zeitspirale ist der Weg und die Tür zu unserem ureigenen Kraftpotenzial, weil nur dieses uns die Herausforderungen wird meistern lassen, die das Leben nun an uns stellt. Tatsächlich können wir mit der äußeren Welt nur dann harmonisch kooperieren, wenn wir nicht dadurch „außer uns“ geraten, dass wir unsere inneren Kräfte permanent missachten. Sich im Außen nicht selbst zu verlieren, ist die Aufgabe, vor der wir nun glasklar stehen. Wir waren auf dem besten Wege, zeitlose Werte wie eben die innere Uhr gänzlich zu vernachlässigen und richteten unseren Blick fast nur noch auf äußere Werte. (Zeit ist Geld…)

Nur wer zunehmend aus seiner inneren Mitte heraus handelt und diese nicht automatisch und fremdgesteuert vergisst, wenn er nach Außen tritt, kann ganzheitlich mit der Außenwelt im Frieden sein. Wer bewusst darauf achtet, aus dem eigenen Zentrum heraus zu leben, wird sich in der Außenwelt nicht verirren, wie dies all jenen Menschen immer wieder geschieht, die sich nicht ungeschminkt (unmaskiert) selbst kennen lernen wollen. Im Gleichgewicht, in Balance mit sich selbst zu sein, bedeutet, das äußere Leben als lebendiges Angebot zu verstehen. Er/sie gerät nicht in Abhängigkeit, sondern kann sich als Inneres Wesen in der äußeren Welt entwickeln. Wohl-Stand und natürliche Lebendigkeit sind die Folge einer solchen Einstellung. Man genießt das Leben, ohne sich von den äußeren Umständen total abhängig zu machen. Wir lieben die Welt, ohne uns jedoch in ihr zu verlieren. Also, nehmen wir die Gelegenheit wahr, um uns zu sammeln. Die Kräfte, die wir dabei entdecken, werden wir ganz sicher noch gut gebrauchen können. Ich wünsche uns allen einen kraftvollen Mai…

Armin Denner
Tarot-Beratungen
www.tarotproject.com

Monatskarte März 2020

Hallo Tarot Interessierte,

für den kommenden Monat März habe ich die 3 der Schwerter gezogen, die immer dann auftaucht, wenn wir nicht offen sind für neue Gedanken, sondern es vorziehen, uns lieber hinter unseren alten „Erkenntnismustern“ zu verschanzen. „Das geht nicht“, „so kann es niemals sein“, „das war schon immer so – und nicht anders“ … sind Beispiele für unsere gedanklichen Argumente, wenn nicht sein kann, was unserer Ansicht nach einfach auch nicht sein darf. (Trotzdem aber natürlich sehr wohl vorhanden ist!).

In der Energie, die uns diese Karte anzeigt, sollten wir uns jedoch bereitwillig öffnen für neue Eingebungen und Ideen, die uns nun erreichen wollen. Unsere alten Einstellungen verlieren gerade in vielerlei Hinsicht ihre Gültigkeit, weil gesunde Gedanken immer auch unsere Gefühle mit beinhalten – und an die trauen wir uns aufgrund alter Erfahrungen in manchen Bereichen nicht wirklich heran. Doch diese alten Erfahrungen sollen nun neuen Erlebnissen weichen und den Platz räumen!

Die Karte sagt uns, dass wir gerade die Möglichkeit für neue Strategien und Vorhaben erhalten, diese jedoch erst dann erkennen werden, wenn wir uns nicht mehr hinter unseren alten Ansichten verstecken werden wie hinter einem Schutzwall. Wir sollen unseren bisherigen Gedankenhorizont gerade unbedingt erweitern. Er ist zu eng geworden für unsere neuen Möglichkeiten.

Die Karte trägt bei Crowley den Titel Kummer oder Trauer. Wir sind uns dieser Abwehrhaltung der Verschlossenheit im Allgemeinen nicht bewusst. Die entsprechenden Alltagserlebnisse empfinden wir dann als unangenehm – deshalb der Titel der Karte. Doch der Hintergrund unseres möglichen äußeren und auch inneren Unwohlseins ist lediglich, dass wir die Dinge auf alte Art interpretieren – eben intellektuell geschützt. Dabei ist der Ausweg aus diesem Dilemma denkbar einfach: Wenn wir lernen, Vieles einfach nur geschehen zu lassen und uns herauszuhalten, wenn wir einfach wahrnehmen, ohne sofort zu urteilen, haben wir den ersten Schritt bereits getan. Wenn wir dann auch noch erkennen, welche Chancen sich gerade für uns eröffnen, den zweiten und entscheidenden.

Die Energie der 3 Schwerter weist uns darauf hin, dass unser Kopf und das Denken unsere Wahrnehmung zu stark manipuliert. Je bewusster wir uns jedoch intellektuell herausnehmen, umso intensiver werden wir unsere Umwelt und auch uns selbst wieder spüren können. Das Herz auf dem Kartenbild bei Waite/Smith will uns zeigen, dass wir nicht nur mit dem Intellekt, sondern auch mit dem Herzen denken können. Und diese neue Möglichkeit ist es, die wir gerade erhalten. Die Frage im März lautet also: Wann übergebe ich dem Intellekt und der Vergangenheit das Ruder, anstatt mich auf mein Gespür zu verlassen? Wann gehe ich in den Kopf, anstatt Bauch und Herz in der Gegenwart zu vertrauen? Wann will ich mich und die Welt nicht wirklich fühlen? Wann interpretiere ich, anstatt einfach nur wirken zu lassen? Lediglich DA SEIN?

Die Karte rät uns, uns aus alten gedanklichen Konditionierungen zu lösen und stattdessen konsequenter dem Ruf unseres dahinter sitzenden Spürsinns zu folgen. Im Einklang dieser beiden Energien werden wir untrüglich erkennen, welche Chancen sich uns bieten und diese in neue Energie umwandeln.

Viel Spaß dabei!

Monatskarte Januar 2020

Hallo Interessierte,

im Jahr 2020 werden wir aufgefordert sein, so manche Entscheidung zu treffen, die sich wie das Stellen einer Weiche nicht nur in der Gegenwart, sondern auf die gesamte Zukunft unseres weiteren Lebensweges auswirken wird. Die Motivation für solchermaßen grundlegende Entscheidungen soll keineswegs nur unser Intellekt sein. Vielmehr ist hier in erster Hinsicht die Ausrichtung unseres Herzens angesprochen. Doch sind die meisten Menschen der Gegenwart dies nicht unbedingt gewohnt…

Ich war sehr gespannt, welche Karte ich in diesem Sinne wohl für den Januar ziehen würde und wie gut sie sich mit dieser Jahres-Vorgabe vereinbaren lässt. Tatsächlich passt die 7 der Stäbe, und um diese Karte handelt es sich für den Januar, nahtlos in die übergeordnete Energie von 2020. Die Frage, welcher Geist uns im Hintergrund leitet, wenn wir unsere alltäglichen Entscheidungen treffen, ist es durchaus wert, sich diesen Monat näher mit ihr zu befassen. Konkret lautet diese Frage: Sind meine Entscheidungen tatsächlich von Freiheit motiviert oder sind sie im Hintergrund von Gedanken des Angriffs und der Verteidigung gespeist und deshalb weniger schöpferisch.

Auf dem Waite-Bild der 7 Stäbe sehen wir einen Mann, dessen Haltung Kampfbereitschaft signalisiert. Er fühlt sich angegriffen und will seinen Platz mit aller Entschlossenheit verteidigen. Möglicherweise jedoch kommt er sich nur angegriffen vor und interpretiert seine Situation nur entsprechend. Die Frage der Karte lautet also: Nehme ich die Dinge gerne mal zu persönlich? Glaube ich öfter, persönlich angegriffen zu werden, obwohl dies im Grunde jedoch gar nicht der Fall ist?

Die kabbalistische Kurzdeutung der Karte lautet „Kämpfen um des Kämpfens Willen“. Sie lehrt uns, dass unsere Interpretation der Wirklichkeit immer nur eine von vielen Wahrnehmungsmöglichkeiten sein kann. Unsere Interpretation der Welt beruht immer nur auf früheren Erfahrungen, die wir dann auf die Gegenwart übertragen – meist unbewusst. Doch sollte jeder Mensch nachvollziehen können, dass die Welt ganz sicher mehr ist als nur das Ergebnis unserer persönlichen Erfahrungen. In so gut wie allen äußeren Situationen ist es deshalb sinnvoll, sich voll bewusst darüber zu sein, dass die allermeisten Angriffe nur in unserer Einbildung bestehen. Wenn wir uns auf diese Vorgabe konzentrieren, werden wir mit Erstaunen feststellen, dass unser Leben friedvoller sein kann als wir uns bislang vorstellen konnten. Unsere Entscheidungen werden wir dann entsprechend freier treffen.

Wenn wir unsere aktuellen Situationen diesbezüglich untersuchen, werden wir sehen, dass absolut jede Situation immer nur unserem Wachstum dienen will. In der Praxis könnten wir beispielsweise bei Meinungsverschiedenheiten versuchen, uns nicht mehr automatisch in sinnlose Diskussionen locken lassen. Anstatt unsere Energie darauf zu richten, ob wir „Recht haben“, können wir unsere eigenen Kräfte erheblich besser kennen lernen, wenn wir den anderen Standpunkt einfach mal nur so stehen lassen.

Wenn wir in diesem Sinne zentriert bleiben, werden wir im nun beginnenden Jahr unsere Kräfte effektiver nutzen und effektiver nützen als bisher. Wenn wir unsere Energie in Bewegung setzen, wird sie uns sinnvoller dienen können, als wenn wir uns angegriffen vorkommen, bzw. uns in Projektionen der Vergangenheit, auf fremden, meist eingebildeten Schlachtfeldern verlieren.

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch magische Rest-Raunächte und ein erfolgreiches und freudvolles 2020.

Euer Armin

Monatskarte Dezember 2019

Hallo Interessierte,

für den Monat Dezember habe ich als Kollektiv-Energie die 9 der Scheiben/Münzen gezogen, die uns anrät, aufmerksamer als sonst darauf zu achten, mit welchen Menschen wir uns umgeben. An Tagen wie Weihnachten gibt es natürlich gewisse „Verpflichtungen“. Oft würden wir schlichtweg fehlen, wenn wir an manchen gewohnten Zusammenkünften plötzlich nicht mehr erscheinen würden. Doch ändert dies nichts an der Tatsache, dass uns manche Menschen unsere Energie rauben wollen und nicht immer können wir schon so souverän bleiben, dass uns die entsprechenden Dramen völlig cool lassen. Immer wieder werden wir auf Menschen treffen, die uns irritieren, verunsichern und uns im schlechtesten Falle tatsächlich unsere Energie absaugen.

Hier kommt der Rat der 9 Scheiben zum Tragen: Erzähle Deine Ziele und Visionen nur jenen, die Deinen Ansichten und Projekten gegenüber offen sind und deren Aufmerksamkeit für Dich förderlich ist. Wenn es schon nicht anders möglich ist, bleibe in Gegenwart Dir unangenehmer Menschen bei Dir selbst und verlier Dich nicht in unnötigen Scharmützeln. Vertraue nicht allen Menschen blind, sondern passe Dich an die äußeren Begebenheiten an. Die Gazelle geht zum Spielen nicht zum Löwenrudel, sondern spielt mit Pflanzenfressern, wenn sie ihren Spieltrieb ausleben möchte…

Tatsache ist, dass unser aktuelles Umfeld nicht nur aus Menschen besteht, die es grundsätzlich gut mit uns meinen. Manchmal spüren wir dies längst, können uns aber aufgrund der Umstände nicht mit aller Konsequenz entsprechend verhalten. Es geht darum, das rechte Maß zu finden, welche Kompromisse man eingeht und welche nicht. Oft ist es falsche Rücksicht, mangelnde Ehrlichkeit und viele andere scheinbar wichtige Gründe, die uns daran hindern, endlich umzusetzen, was wir längst erkannt haben. Für die Freizeit gilt dies ebenso wie für den Beruf, die Nachbarschaft, Interessengruppen und viele andere Treffen mit Menschen. Die Frage lautet, wie weit wir uns auf wen jeweils einlassen – oder eben nicht!

Stets sollten wir bewusst realisieren, wie es uns nach unseren Begegnungen geht. Fühle ich mich nach einem Treffen nur noch erschöpft, gereizt, ohnmächtig? Oder erhält meine Energie beim Zusammensein mit anderen Menschen Rückenwind und Förderung? Wenn wir unsere Treffen entsprechend beleuchten, werden wir sehr schnell erkennen, welche unserer Verpflichtungen wir nun hinterfragen sollten. Sind sie letztlich veraltet und belasten sie uns nur noch? Dann sollten wir uns allerdings wirklich die Frage stellen: WAS TU ICH DA ÜBERHAUPT?

Jetzt ist eine günstige Zeit, unsere Kontakte auf eine neue Ebene zu heben. In diesem Monat erhalten wir verstärkt Gelegenheiten, tatsächlich Energie auszutauschen. Mit Menschen, die nicht von Scheuklappen beschränkt, sondern achtsam sind und auch gegenteilige Meinungen akzeptieren. Dann können wir voneinander lernen und fühlen uns angeregt und leicht durch den Kontakt. Wir verfügen nach diesen Treffen über mehr Energie als vorher.

Natürlich sollten wir auch uns selbst kritisch hinterfragen, wo uns die nötige Toleranz und das Wohlwollen Anderen gegenüber noch fehlt – und uns in dieser Hinsicht verbessern…

Frohe und besinnliche Weih- und Raunächte wünsche ich Euch.

 

Monatskarte Februar 2020

Hallo Interessierte,

die Karte für den Monat Februar ist zugleich auch die kollektive Wesenskarte für das gerade angebrochene Jahr 2020, nämlich das Große Arkanum XV, Der Teufel. Deshalb habe ich den Text etwas länger gehalten als sonst:

 

Die Energie, die der Tarot als Teufel bezeichnet, ist vielen Menschen nicht unbedingt auf Anhieb willkommen, was nicht zuletzt an ihrer „religiösen“ Verfälschung liegt. Doch der Grundsatz „Was ich nicht sehen will, das gibt es auch nicht…“ wird auf Dauer niemals erfolgreich sein, weil wir alle unseren verborgenen Seiten immer wieder begegnen müssen. Wenn wir dies allerdings bereitwillig tun, werden wir große Kraft daraus gewinnen, dass wir Licht ins Dunkel unserer Schattenseiten bringen, für welche diese Karte steht. Sie rät uns, dass wir unseren wahren Charakter nicht vor anderen und insbesondere vor uns selbst verstecken sollten.

Wenn die Karte Der Teufel läuft, sind wir dazu aufgefordert, all das, was uns an uns selbst unheimlich ist, ans Licht zu holen. Der Teufel steht für die Wesenszüge an uns selbst und auch an anderen Menschen, die wir nicht länger im Dunklen ihr Dasein fristen lassen, sondern wertfrei auf uns wirken lassen sollten. Wenn wir alle Kräfte in uns und um uns akzeptieren, werden wir erkennen, dass alles – ALLES!!! – seinen höheren Sinn hat, auch wenn wir diesen mit unseren kleinen Gehirnen nicht immer auf Anhieb verstehen können. So können wir ein enormes, bislang schlummerndes Kraftpotenzial entfalten und ins Tagesbewusstsein bringen. Der kommende Monat und auch das ganze Jahr 2020 steht unter der Prämisse, dass Vieles, was bislang versteckt wurde, nun verstärkt ans Licht drängt – gut so!

Früher oder später sollte jeder Mensch auf seiner Lebensreise damit beginnen, seine Interessen über seine äußeren Werte hinaus auf ganz bestimmte innere Werte zu richten. Wer seinen Blick nach Innen richtet, wird dort die andere Seite  der Welt entdecken und, wenn er den Mut dazu hat, diese auch zunehmend entwickeln. Doch ist so gut wie jeder Mensch so erzogen, dass er seine Energie anfangs nur nach Außen richtet und nur dort seine Umstände regelt. Entsprechend dieser Ausrichtung sucht er auch den Sinn und die Werte seines Lebens ausschließlich im Äußeren. Doch ist dies tatsächlich bestenfalls die Hälfte des Lebenssinnes. Nur wer seinen Blick nach Innen, ins bislang Unbewusste richtet, kann dort die wahren und zeitlosen Werte entdecken. Er wird sogar feststellen, dass im Grunde jeder Mensch dasselbe sucht. Geborgenheit z.B., Anerkennung, Selbstwert, in einem Wort ausgedrückt die Liebe sind Werte, die man nicht kaufen kann. Und wer diese menschlichen Grundwerte nur über äußere Anstrengungen erreichen will, wird früher oder später an seine Grenzen stoßen.

Wer damit beginnt, seine innere Welt zu erforschen, wird sich dort allerdings nicht nur in einer schönen lichtvollen Welt wiederfinden und ausnahmslos seinen Stärken begegnen. Auch unsere Schwächen, unsere Verletzungen und Fehler fristen dort ihr Dasein. Jeder Mensch trägt unerlöste Eigenschaften wie etwa Wut, Gier, Kleinlichkeit oder Eifersucht mit sich herum. Und nur, wer sich mit diesen finsteren und ungeliebten menschlichen Energien auseinandersetzt, kann zur Ganzheit gelangen, indem er diese dunklen Wesenszüge transformiert und erlöst. Der Weg zur Entwicklung des wahren Selbst verlangt zwingend von uns, uns auch jenen Eigenschaften zu stellen, die man gemeinhin als teuflisch abqualifiziert und verurteilt. (Ur-Teil!). Wer seine Schattenseiten auf Dauer verdrängen will, wird sogar immer stärker von ihnen ablenken müssen. Der Aufwand und somit der Energieverlust wird immer größer werden, wenn man dem aus dem Wege gehen möchte, was zwar auch zu uns gehört, was wir aber nicht sehen wollen. Diese Energie wieder herzustellen, ist die Chance, wie wir im Februar erhalten.

Im Grunde lassen sich unsere gesamten Motivationskräfte auf zwei Urpole reduzieren, nämlich Liebe und Angst. All das, wovor wir Angst haben, finden wir im Tarot in der Karte Der Teufel symbolisiert und konzentriert.  Ein esoterisches Gesetz besagt, dass sich all das, dem wir in uns selbst nicht begegnen wollen und das wir im inneren Gefängnis des Unbewussten verstecken,  dann eben im Außen manifestiert. Dort begegnet es uns dann als äußere Umstände. Wenn unser Intellekt es besser wissen will und wir lange genug den Ruf unserer Seele verleugnen, dann müssen uns halt die äußeren Umstände darauf aufmerksam machen, welche Energien gerade ans Licht und transformiert werden wollen. (Wie Innen so Außen – wie Außen so Innen…) Kräfte wie Gier, Neid, Aggression etc. lassen sich an anderen leichter verurteilen, als sich ihnen an sich selbst zu stellen. Doch wie lange?

Im Februar werden wir wahrscheinlich vielen Möglichkeiten begegnen, die äußere Welt zu verurteilen. Doch der tiefergründige Sinn dieser äußeren Umstände ist, dass wir uns genauer als sonst ansehen sollten, was wir an Schattenseiten mit uns  herumtragen. Wenn wir unser Urteil über diese Kräfte ablegen und uns offen mit ihnen auseinandersetzen, kann aus Wut beispielsweise Vorwärtsdrang resultieren, aus Gier wird die Fähigkeit zu genießen und unsere Eifersucht kann uns zeigen, dass wir selbst es sind, die Angst vor echter Nähe haben. Unbewusste, verdrängte Anteile können so ans Licht gelangen und geheilt werden. Der Februar, dessen Abende ja immer noch kalt und dunkel sind, bietet uns die Gelegenheit, hier etwas für unser wahres Selbst zu tun.

Viel Spaß beim Transformieren